IT Service Continuity Management (nach ITIL)

Workshop

Ihr Nutzen

Die Teilnehmer*innen verstehen die strategischen, organisatorischen und technischen Grundlagen eines modernen IT Service Continuity Managements (ITSCM) nach ITIL4; lernen die präventiven, vorsorgenden und bewältigenden Maßnahmen kennen, wie sie in modernen Resilienz Frameworks angewandt werden; erwerben praxisorientierte Handlungskompetenz für den Aufbau und den Betrieb eines wirksamen ITSCM Systems: von der Analyse über die Planung bis zu Übungen & Verbesserung; können typische Schnittstellen zwischen BCM, Incident Management, Informationssicherheit, Krisenorganisation und IT Betrieb sauber trennen — und im Ernstfall zusammenführen; erhalten Checklisten, Prozessvorlagen & Entscheidungslogiken, die sofort im eigenen Unternehmen angewendet werden können.

4,58

Zielgruppe

Angehende IT Service Continuity ManagerInnen, IT-LeiterInnen und Verantwortliche für den IT-Betrieb

Voraussetzungen

Erfahrung als IT Mitarbeiter oder Führungskraft

Dauer und Investition

Seminardauer: 2 Tag(e)
€ 1.550,- pro Teilnehmer excl. MwSt.

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Termine
  • 20.10.26 in Innsbruck
  • 20.10.26 als Online-Webinar
  • 24.02.27 in Innsbruck
  • 24.02.27 als Online-Webinar

    Tag 1 Prävention & Grundlagen des modernen ITSCM

    • Warum ITSCM heute unverzichtbar ist
    • Beispiele aktueller Vorfälle & Trends
    • Rolle von Resilienz, Prävention, Notfallvorsorge
    • Unterschied Verfügbarkeit ? Kontinuität ? Krisenbewältigung
    • ITSCM im Kontext von ITIL Service-Wertschöpfungskette

    • Regulatorische & normative Anforderungen
    • Überblick: ISO 27031, BSI 200 4, DORA/NIS2 Implikationen
    • Verpflichtung der obersten Leitung
    • Governance & Policy-Anforderungen
    • Rollenmodell & Verantwortlichkeiten (ITSCM Manager, Service Owner, Architektur, Ops)

    • Notfallmanagement-Grundlagen
    • Terminologie & Abgrenzung
    • TSCM ? BCM
    • ITSCM ? IT Notfallmanagement
    • Wiederanlaufplanung ? Wiederherstellung
    • Typische Notfallszenarien (technisch / organisatorisch / supplier / cyber)

    • Business Impact Analysis (BIA) für ITSCM
    • BIA: kritische Dienstleistungen & Abhängigkeiten
    • Aufnahme von Services, Applikationen, Plattformen, Daten
    • Definition RTO/RPO, MAO – aber realistisch & handlungsorientiert
    • Mini Übung: Priorisierung von Services & Ableitung des Schutzbedarfs

    • Risikoanalyse (RIA) nach ITSCM Logik
    • Moderne Risikoarten: Cyber, Cloud, Supplier, Internal Failures
    • Methodik: Kombination aus technischer und organisatorischer Risikoanalyse
    • Umgang mit Szenario Failover & Kaskadeneffekten
    • Praxisblock: Bewertung eines kritischen Dienstes

    • GAP Analyse & Zielarchitekturen
    • Ableitung der notwendigen Vorsorgemaßnahmen
    • Bewertung von Schwachstellen (technisch/organisatorisch/prozessual)
    • Priorisierung (Quick Wins, mittel-/langfristige Maßnahmen)

    Tag 2: Notfallvorsorge, Bewältigung & Verbesserung

    • Strategieoptionen für Notfallszenarien
    • Cold / Warm / Hot Standby
    • Cloud basierte Continuity Patterns
    • Notfall Betriebsmodelle (Degradierter Betrieb, manueller Betrieb, Teilauslagerungen)
    • Prävention vs Vorsorge vs Bewältigung

    • Struktur der Notfalldokumentation
    • IT Service Continuity Plan (ITIL)
    • Wiederanlaufpläne & Wiederherstellungspläne
    • Betriebsunterbrechungspläne
    • Notfallhandbuch Elemente: Asset Verzeichnis, Zugänge, Schrittlisten, Ersatzlösungen etc.
    • Mini Übung: Strukturierung eines IT Notfallplans

    • Übungen & Tests
    • Arten von Tests:
    • Restore Tests
    • Failover Tests
    • Tabletop Übungen
    • Simulation & Chaos Engineering Ansätze
    • ITIL Practice „Service Validation & Testing“ als Grundlage
    • Auswahl der Testtiefe nach Kritikalität
    • Übung: Testplan für einen ausgewählten Service entwerfen

    • Reifegradmodelle & Implementierungsprojekt
    • iterative Einführung
    • Reifegrad nach ITIL4, CMMI, BSI 200 4 Reifegradmodell

    • Implementierungsschritte:
    • Projektstart & Scoping
    • Stakeholder & Rollenbesetzung
    • Analysephase
    • Designphase
    • Umsetzung & Abnahme
    • Betrieb & Verbesserung

    • Häufige Fehler
    • „Backups sind Kontinuität“
    • „Redundanz ersetzt Wiederanlauf“

    • Praxisblock & offene Diskussion
    • Typische Stolpersteine
    • Erfolgsfaktoren (z. B. Verankerung, Rollenbesetzung, Testkultur, CMDB Pflege)
    • Fallbeispiele & Diskussion von spezifischen Notfallthemen

    Beschreibung

    Setzen Sie die Best Practices des IT Service Managements nach ITIL® in Ihrem Unternehmen um – und lernen Sie hier das entsprechende Vorgehen und die entsprechenden Werkzeuge kennen. ITIL 4 vermittelt die Möglichkeiten moderner Service-Organisationen und welche diesbezüglichen Gestaltungsspielräume existieren.